Weihnachtsdeko basteln mit Naturmaterialien: fünf Ideen für dein Zuhause

Weihnachtsdeko basteln mit Naturmaterialien kann ganz schlicht sein: ein Zweigstern auf dem Tisch, ein Zapfen am Band, ein Päckchen mit handgeschriebenem Namen. Dazu ein kleines Bäumchen aus Ästen und Platzkarten auf Zimtstangen. Diese fünf Ideen kommen ohne Klebepistole aus. Du bindest, steckst oder legst die Teile zusammen.
Die Farben bringen sie in Weihnachtsstimmung: braune Rinde, cremefarbenes Papier und ein roter Faden. Unser Favorit ist rot-weiße Schnur, die sich vom Stern bis zum Geschenk wiederholt. So passen die Stücke zusammen, auch wenn die Zweige verschieden gewachsen sind.
Was du für Weihnachtsdeko aus Naturmaterialien bereitlegst
Du brauchst trockene, saubere Zweige und Zapfen, Schnur, eine Schere und ein paar Kartonreste. Für die Platzkarten kommen ganze Zimtstangen dazu, fürs Geschenketikett Stift und Locher. Verwende vorhandene Materialien, Schnittgut aus deinem eigenen Garten oder gekauftes Material; eine Unterlage hält Rindenkrümel vom Tisch fern.
Wähle die Schnur passend zu deinem Zuhause: Naturfarbene Schnur lässt Holz und Papier in den Vordergrund treten, Rot-Weiß setzt einen Weihnachtsakzent, Schwarz zeichnet die Bindungen deutlich nach. Du kannst für alle fünf Ideen bei derselben Farbe bleiben.
Die Dekoration ist für drinnen gedacht. Halte trockenes Naturmaterial von Kerzenflammen und Hitze fern. Der Deutsche Feuerwehrverband warnt insbesondere vor der Brandgefahr trockenen Tannengrüns.
1. Der Zweigstern: ein roter Faden zwischen brauner Rinde
Auf einem hellen Regal kommen die sechs Spitzen gut zur Geltung. Auf dem Weihnachtstisch kannst du den Stern neben eine gefaltete Stoffserviette legen. Lass die Rinde und die ungleichen Enden sichtbar: Die Bindungen geben ihm schon genug Farbe.

Bereitlegen: sechs möglichst gerade Zweigstücke von ähnlicher Länge, Schnur und Schere.

- Lege drei Zweige zu einem Dreieck, sodass die Enden an den Ecken etwas überkreuzt liegen. Umwickle jede Kreuzung mehrmals in einer Acht und verknote die Schnur. Die Wicklung sitzt hinter der Kreuzung, mit etwas überstehendem Holz an beiden Enden.
- Binde aus den übrigen Zweigen ein zweites Dreieck. Lege beide aufeinander: Eine Spitze zeigt nach oben, die andere nach unten. Verschiebe sie, bis die Sternform erkennbar ist.
- Verbinde auch die Kreuzungen zwischen den beiden Dreiecken mit Schnur. Ziehe lockere Bindungen nach und lege den fertigen Stern an seinen Platz.
Rutscht eine Ecke weg, hilft meist ein größerer Überstand der Zweige: Öffne diese Bindung, verschiebe die Enden und wickle neu. Die kurzen roten Schnurstücke dürfen dabei sichtbar bleiben.
Das rot-weiße Garn von Ib Laursen gibt es auf einer 50-Meter-Rolle. Vorhandene Schnur passt ebenso; entscheidend ist, dass sich deine Verbindungen damit fest binden lassen.
2. Ein Zapfen am roten Faden
Ein einzelner Zapfen bringt seine Form schon mit. An einer farbigen Schlaufe wird daraus ein kleiner Anhänger für einen Dekohaken. Wenn du mehrere verwendest, kannst du die Schlaufen unterschiedlich lang lassen: So hängen die Zapfen später versetzt.

Bereitlegen: einen trockenen Zapfen mit festem, zugänglichem Stielrest, Schnur und Schere.

Lege die Schnur um den Stielrest, dicht an dessen Ansatz, und binde sie dort fest. Knote die beiden freien Enden darüber zu einer Schlaufe zusammen. Hebe den Zapfen kurz knapp über dem Tisch an, um den Halt zu prüfen.
Fehlt ein fester Stielrest oder rutscht die Schnur ab, verwende den Zapfen liegend, etwa neben dem Zweigstern. Die Schuppen sind keine Befestigungsstelle.
3. Ein Geschenkzweig und ein Name von Hand
Auf braunem Packpapier oder einer cremefarbenen Tüte reichen ein kurzer Zweig und ein Namensschild. Wähle ein leicht verzweigtes Stück, dessen Form auf dem Papier Platz hat. Der Name bekommt ein eigenes kleines Etikett, statt zwischen Muster und Schleife zu verschwinden.

Bereitlegen: ein verpacktes Geschenk, ein kleines trockenes Zweigstück, Schnur, Karton, Stift, Schere und Locher.

- Schneide das Etikett aus, beschrifte es und loche eine Ecke. Lass zwischen Loch und Rand einen Papierstreifen stehen.
- Führe die Schnur längs und quer um das Paket, fädle das Etikett auf und binde oben eine Schleife.
- Schiebe den Zweig unter die Schnurkreuzung. Er soll innerhalb der Paketfläche bleiben und das Papier nicht durchstechen. Falls er beim Drehen herausrutscht, binde die Schnur etwas enger oder wähle ein passenderes Stück.
Für ein bedrucktes Papier wähle ein ungemustertes Etikett. Auf einer schlichten Verpackung darf dagegen auch ein Motiv mitspielen, etwa einer der fertigen Leonora Merry Christmas Geschenkanhänger von GreenGate. Ein handgeschriebener Name daneben hält das Geschenk persönlich.
4. Ein Zweigbäumchen für die Kommode
Auf einer freien Kommodenecke wird aus wenigen Ästen eine Baumform. Eine helle Unterlage hebt die Konturen hervor. Lass rundherum etwas Platz, damit die schmaler werdenden Reihen zu sehen sind.

Bereitlegen: fünf Zweige in abgestuften Längen, ein zusätzliches kurzes Stammstück und eine ebene Unterlage, zum Beispiel ein vorhandenes Tablett.

Sortiere die fünf Zweige vom längsten zum kürzesten. Lege den längsten unten waagerecht hin, die übrigen mit kleinen Abständen darüber. Ihre Mittelpunkte liegen ungefähr auf einer Linie. Das kürzeste Stück bildet die Spitze; unter die breite unterste Reihe kommt der Stamm.
Schau von oben auf dein Bäumchen und rücke die Zweige zurecht. Ihre Enden sollen nach oben hin eine schmalere Kontur bilden. Mehr braucht diese Idee nicht. Die Teile bleiben lose liegen und werden beim Umstellen bei Bedarf neu geordnet.
5. Zimtstangen mit handgeschriebenem Namen
Ein Name neben dem Teller macht aus einem gedeckten Platz den Platz für einen bestimmten Menschen. Hier liegt die Karte auf zwei Zimtstangen, gehalten von derselben Schnur wie am Geschenk. Zu weißem Geschirr und einer Leinenserviette lassen sich die braunen Stangen gut kombinieren.

Bereitlegen: zwei ganze Zimtstangen ähnlicher Länge, Schnur, eine kleine Papierkarte und einen Stift.

- Schreibe den Namen mittig auf die Karte. Links und rechts bleibt etwas Platz für die Schnur.
- Lege die Zimtstangen parallel nebeneinander und die Karte flach darauf. Sie soll auf beiden Stangen aufliegen.
- Umwickle Stangen und Karte an beiden Kartenenden gemeinsam mit Schnur. Knote sie behutsam fest, sodass die Schrift dazwischen frei bleibt. Wenn sich das Papier wölbt, lockere die Bindung etwas.
Lege die fertige Karte neben die Serviette. Für eine zusammengehörige Tafel kannst du alle Namen auf dasselbe Papier schreiben. Unterschiedliche Handschriften oder kleine Zeichnungen passen trotzdem dazu.
Nach dem Fest dürfen die Teile wieder auseinander
Lass beim Knoten etwas Schnur überstehen, damit du die Bindungen später wieder öffnen kannst. Trockene, saubere und unbeschädigte Zweige und Zapfen kannst du getrennt von Papier und Schnur in einer Schachtel aufbewahren und beim nächsten Einsatz erneut prüfen. Fotografiere das Legebäumchen vorher kurz von oben, wenn du seine Form behalten möchtest.
Vielleicht bleibt es bei einem Stern, vielleicht bekommt jedes Geschenk einen Zweig. Fang mit der Idee an, für die du das Material schon da hast. Wenn du fertige Akzente ergänzen möchtest, passen dazu Weihnachtsanhänger aus Filz von Gry & Sif. Andere Formen für vorhandene Fundstücke zeigt unser Beitrag Herbstdeko basteln mit Naturmaterialien.
Die fotorealistischen Bilder sind KI-generierte Gestaltungsideen; die Montageskizzen zeigen den schematischen Aufbau.
Ein selbst gestalteter Zapfenanhänger kann auch eine kleine Adventsüberraschung werden. In unseren 24 Ideen zum Füllen eines Adventskalenders für Erwachsene findest du dazu persönliche Zettel, gemeinsame Zeit und einen Plan zum Ausdrucken.
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